> Archiv > 50 Jahre Sanitätsstation auf Ameland
Malteser aus dem Bistum Münster helfen seit 50 Jahren auf Ameland
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Münster,Sommer 2009: Der Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen ist
nicht nur für tausende Schulkinder ein besonderer Tag, sondern auch für die
Malteser im Bistum Münster: Mit dem Start in die großen Ferien beginnt für
die ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter der Malteser auch wieder der
Sanitätseinsatz auf der niederländischen Insel Ameland. In diesem Jahr zum
50. Mal.
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"Wir sind stolz auf diese Tradition der Hilfe", so Diözesangeschäftsführer
Stephan Bilsten. Es sei schon bemerkenswert, diesen Einsatz auf Ameland so
lange am Laufen zu halten. Seit 90 Jahren gibt es Kinderfreizeiten auf
Ameland. Die ersten deutschen Kinder vom Niederrhein kamen 1920 zur
"Kinderlandverschickung" nach dem Ersten Weltkrieg auf die Insel.
Heute bevölkern über die Sommerferien rund 20.000 deutsche Kinder die Insel,darunter
auch die Ahlener Lager von St. Bonifatius, St. Ludgeri und St. Pankratius. Aber
natürlich auch weitere Touristen aus aller Herren Länder. "Auf Ameland gibt
es außer zwei einheimischen Hausärzten keine Sanitäts- oder
Rettungsdienststruktur, die solch einen Ansturm von Kindern bewältigen
könnte, weshalb wir vor 50 Jahren begonnen haben, hier zu helfen. Seit über
25 Jahren übrigens auch mit niederländischen Maltesern aus Swalmen".
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- Marcel Schlüter, Hannah Schuhmann (beide Emsdetten), Julia Weil (Warendorf),Thomas Rüschenbaum (Ahlen)
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Mittlerweile haben die Malteser eine feste Sanitätsstation auf der Insel, um
vor Ort möglichst optimal helfen zu können. In Erster Linie sind es kleine
Blessuren, die die Sanitäter auf den Plan rufen, aber in der Chronik der
Helfer ist auch immer wieder von der Rettung von Kindern aus der See unter
Einsatz des eigenen Lebens zu lesen. "Sanitätsdienst auf Ameland klingt
vielleicht wie Urlaub, aber wir nehmen diesen Einsatz genauso ernst wie
jeden anderen". Der Kontakt zum niederländischen Rettungsdienst auf dem
Festland sei über die Jahre freundschaftlich und sehr professionell
geworden. "Wir kennen und mögen uns". Über zu wenige Freiwillige für diesen
Dienst kann Bilstein nicht klagen. "Wir haben aus vielen Gliederungen aus
dem ganzen Bistum Münster mehr Meldungen als Bedarf". Auch in diesem Jahr
ist ein Helfer der Ahlener Malteser vor Ort.
Am 12. September, nach dem ganzen Ferientrubel, wird dieses Jubiläum groß gefeiert.
Neben vielen niederländischen und deutschen Helferinnen und Helfern haben auch
Diözesanleiter Rudolph Erbprinz von Croy und Weihbischof (em) Friedrich
Ostermann ihre Teilnahme angekündigt.